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Open-Source-Urlaubsverwaltung im Vergleich

Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung für Firmen, Teams und datensensible Branchen.

SL-Urlaubsplaner vs. Urlaubsverwaltung (Open Source)

Die Open-Source-Software Urlaubsverwaltung und der SL-Urlaubsplaner lösen dieselbe Aufgabe auf zwei sehr verschiedenen Wegen. Die Urlaubsverwaltung steht unter der Apache-2.0-Lizenz und ist als Software kostenlos, setzt aber einen eigenen Server mit Java (JDK 25), einer PostgreSQL-Datenbank, einem E-Mail-Server und einem Identity-Provider voraus; die gehostete Variante urlaubsverwaltung.cloud kostet 2,00 € netto pro aktivem Nutzer und Monat bei einer Mindestabnahme von fünf Nutzern. Der SL-Urlaubsplaner wird auf einem Windows-Rechner installiert, braucht keine Serverumgebung und kostet für 20 Konten 28 € netto pro Lizenzjahr, bis 2 Konten nichts.

Kurz gesagt: Die Open-Source-Urlaubsverwaltung ist die richtige Wahl, wenn Sie IT-Kompetenz im Haus haben und Quelloffenheit wollen. Der SL-Urlaubsplaner ist die richtige Wahl, wenn niemand im Betrieb einen Server betreuen soll.

Urlaubsverwaltung: quelloffen, aber betriebsintensiv

Die Urlaubsverwaltung ist ein quelloffenes Projekt der Focus Shift Software GmbH aus Karlsruhe. Der Quellcode steht auf GitHub unter der Apache-2.0-Lizenz zur Verfügung. Funktional deckt sie Urlaubsanträge mit Genehmigungsprozess, Krankmeldungen, Überstunden und ein Rollenmodell mit sechs Berechtigungsstufen ab. Die Software ist kostenlos – der Betrieb ist es nicht: Sie brauchen laut Projektdokumentation eine Java-Laufzeitumgebung (JDK 25), eine PostgreSQL-Datenbank (Version 18), einen E-Mail-Server und einen Security-Provider für die Anmeldung. Updates, Sicherheitspatches und Datensicherung liegen bei Ihnen. Der Anbieter selbst formuliert das offen: „Du willst dich um Setup, Backup & Updates selbst kümmern?“

Worauf es ankommt: Bei Open Source ist nicht der Lizenzpreis die entscheidende Größe, sondern die Arbeitszeit. Ein Serverdienst mit Datenbank, Zertifikaten und Sicherheitsupdates verursacht dauerhaft Aufwand – und zwar unabhängig von der Teamgröße.

Der direkte Vergleich

Kriterium Urlaubsverwaltung (Open Source) SL-Urlaubsplaner
Betriebsmodell selbst gehostet (Open Source) oder als Cloud unter urlaubsverwaltung.cloud lokale Installation auf PC oder Netzlaufwerk
Preis Einstieg Software kostenlos (Apache-2.0); Cloud 2,00 € netto je aktivem Nutzer und Monat, mindestens 10,00 € pro Monat bis 2 Konten kostenlos, 20 Konten 28 € netto
On-Premise ja – mit Java, PostgreSQL, E-Mail-Server und Security-Provider ja – ohne Server, ohne Datenbankinstallation
DSGVO / AVV selbst gehostet: Daten auf eigenem Server; Cloud: Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter Daten bleiben im Haus, kein AV-Vertrag für die Software nötig
Feiertage DACH auf den geprüften Projektseiten nicht im Detail ausgewiesen Deutschland mit allen 16 Bundesländern, Österreich und Schweiz hinterlegt
Support selbst gehostet: Community über GitHub; kostenpflichtiger Supportvertrag auf Anfrage Support direkt vom Hersteller, E-Mail und Telefon
Zielgruppengröße Cloud bis 250 Mitarbeitende, darüber individuelles Angebot Lizenzstufen von 2 bis über 500 Konten
Technische Voraussetzungen JDK 25, PostgreSQL 18, E-Mail-Server, Security-Provider, Docker für die Entwicklung Windows-Rechner, optional ein gemeinsames Netzlaufwerk
Quelloffenheit ja – Apache-2.0, Code öffentlich einsehbar und änderbar nein – proprietäre Software

Alle Angaben zu Urlaubsverwaltung (Open Source) stammen von den unten genannten Anbieterseiten, abgerufen am 12.09.2026.

Kosten über fünf Jahre: 10, 20 und 50 Mitarbeitende

Ein Monatspreis sagt wenig, solange die Betriebsmodelle unterschiedlich sind. Die folgende Rechnung stellt beide Seiten über fünf Jahre gegenüber. Die Annahmen stehen offen unter der Tabelle – rechnen Sie sie gerne nach.

Teamgröße Urlaubsverwaltung – 5 Jahre SL-Urlaubsplaner – einmaliger Kauf SL-Urlaubsplaner – 5 Lizenzjahre
10 Mitarbeitende 1.200 € (Cloud) bzw. 0 € Lizenzkosten selbst gehostet 28 € einmalig 140 €
20 Mitarbeitende 2.400 € (Cloud) bzw. 0 € Lizenzkosten selbst gehostet 28 € einmalig 140 €
50 Mitarbeitende 6.000 € (Cloud) bzw. 0 € Lizenzkosten selbst gehostet 48 € einmalig 240 €

Die Annahmen hinter der Rechnung

  • Urlaubsverwaltung: Cloud: 2,00 € je aktivem Nutzer und Monat über 60 Monate, Mindestabnahme fünf Nutzer. Bei einem Jahresvertrag gewährt der Anbieter 10 Prozent Rabatt, die Summen sänken damit auf 1.080 €, 2.160 € und 5.400 €. Selbst gehostet fallen keine Lizenzkosten an – dafür Server, Datenbank, Zertifikate, Sicherungen und die Arbeitszeit für Updates. Diese Kosten beziffert niemand seriös pauschal, deshalb stehen sie hier bewusst nicht als Zahl. Alle Angaben netto.
  • SL-Urlaubsplaner: Lizenzpreise der eigenen Preisseite: bis 2 Konten kostenlos, 20 Konten 28 € netto, 50 Konten 48 € netto. Die Lizenz gilt für das erworbene Kalenderjahr. Die Spalte „einmaliger Kauf“ unterstellt, dass Sie die gekaufte Version weiter nutzen; die Spalte „5 Lizenzjahre“ unterstellt, dass Sie jedes Jahr die aktuelle Jahresversion lizenzieren. Es gibt keine automatische Verlängerung.
  • Nicht enthalten sind auf beiden Seiten Arbeitszeit für Einrichtung und Pflege sowie mögliche Preisänderungen der Anbieter.

Wann ist die Open-Source-Urlaubsverwaltung die bessere Wahl?

Es gibt gute Gründe, sich für die quelloffene Lösung zu entscheiden – und wir halten sie für valide:

  • Sie haben eine IT-Abteilung oder einen Dienstleister, der ohnehin Server und Datenbanken betreut.
  • Quelloffenheit ist Ihnen wichtig: Sie wollen den Code prüfen, anpassen oder forken können.
  • Sie wollen sich technisch nicht an einen Hersteller binden.
  • Ihre Mitarbeitenden sollen Anträge per Browser aus dem Intranet stellen, inklusive Genehmigungsworkflow und Single Sign-on über einen vorhandenen Identity-Provider.
  • Sie brauchen ein feingliedriges Rollenmodell mit mehreren Genehmigungsstufen.

Wenn einer dieser Punkte auf Sie zutrifft, ist Urlaubsverwaltung (Open Source) die sinnvollere Wahl – unabhängig davon, was der Preisvergleich sagt.

Wann der SL-Urlaubsplaner besser passt

  • Es gibt niemanden im Betrieb, der eine Java-Anwendung mit Datenbank dauerhaft betreuen kann.
  • Die Lösung soll heute laufen, nicht nach einem Installationsprojekt.
  • Sie wollen einen Ansprechpartner beim Hersteller statt eines GitHub-Issues.
  • Feiertage für Deutschland, Österreich und die Schweiz sollen ab Werk stimmen.
  • Planbare, sehr kleine Kosten sind Ihnen wichtiger als Quelloffenheit.

Häufige Fragen zum Vergleich mit Urlaubsverwaltung (Open Source)

Ist die Open-Source-Urlaubsverwaltung wirklich kostenlos?
Die Software ja – sie steht unter der Apache-2.0-Lizenz auf GitHub. Kostenlos ist damit die Lizenz, nicht der Betrieb. Server, Datenbank, Datensicherung, Sicherheitsupdates und die dazugehörige Arbeitszeit tragen Sie selbst.
Was kostet die gehostete Variante urlaubsverwaltung.cloud?
2,00 € netto pro aktivem Nutzer und Monat. Es gilt eine Mindestabnahme von fünf aktiven Nutzern, der monatliche Mindestpreis liegt damit bei 10,00 € netto. Zeiterfassung kostet 2,00 € je Nutzer und Monat zusätzlich, ein Jahresvertrag bringt 10 Prozent Rabatt. Es gibt eine 30-tägige kostenlose Testphase (Stand 12.09.2026).
Welche technischen Voraussetzungen hat die Selbstinstallation?
Laut Projektdokumentation eine Java-Laufzeitumgebung (JDK 25), eine PostgreSQL-Datenbank (Version 18), ein E-Mail-Server und ein Security-Provider für die Anmeldung. Für die Entwicklung wird zusätzlich Docker mit Docker Compose genannt.
Braucht der SL-Urlaubsplaner auch eine Datenbank?
Nein. Die Installation erfolgt auf einem Windows-Rechner, die Daten liegen in einer Datei, die auch auf einem gemeinsamen Netzlaufwerk liegen kann. Es gibt keine Datenbankinstallation und keinen Dienst, der dauerhaft betreut werden muss.
Gibt es für die Open-Source-Variante bezahlten Support?
Ja, der Anbieter bietet einen individuellen Supportvertrag an – genannt werden zum Beispiel Servicezeiten von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr, E-Mail als Kanal, maximal acht Stunden Antwortzeit, zwölf Serviceanfragen und zwölf Monate Laufzeit. Ein Preis wird dafür nicht öffentlich genannt, die Unterstützung bei der Installation rechnet der Anbieter stundenbasiert ab.
Ist Open Source automatisch datenschutzfreundlicher?
Nicht automatisch. Entscheidend ist, wo die Daten liegen und wer sie verarbeitet. Selbst gehostet bleiben die Daten bei Ihnen – das gilt aber genauso für eine lokal installierte proprietäre Software wie den SL-Urlaubsplaner. Nutzen Sie dagegen urlaubsverwaltung.cloud, liegt eine Auftragsverarbeitung vor wie bei jedem anderen Cloud-Dienst auch.

Quellen und Prüfdatum

Urlaubsverwaltung auf GitHub (Apache-2.0): https://github.com/urlaubsverwaltung/urlaubsverwaltung
Preise urlaubsverwaltung.cloud: https://urlaubsverwaltung.cloud/preis
Abgerufen am 12.09.2026. Preise und Funktionsumfänge ändern sich; maßgeblich ist immer die Anbieterseite. Preise des SL-Urlaubsplaners laut eigener Preisseite, ebenfalls Stand 12.09.2026.

Weitere Vergleiche

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Was jetzt sinnvoll ist

Wenn der Betriebs- und Kostenaspekt für Sie im Vordergrund steht, helfen die folgenden Seiten beim nächsten Schritt.

Urlaubsplaner ohne Cloud | Ohne Abo | DSGVO ohne AVV | Urlaubsverwaltung für KMU | Abwesenheitssoftware | Preise & Lizenzen

Entscheidungshilfe für den Vergleich

  • SL-Urlaubsplaner ist eine lokale Windows-Lösung für Urlaubs- und Abwesenheitsplanung.
  • Stärke gegenüber vielen Cloud-Suiten: keine externe Personaldatenhaltung und kein laufendes Nutzerabo.
  • Stärke gegenüber Tabellen: automatische Feiertage, Resturlaub, Reports, Abwesenheitscodes und Teamübersicht.
  • Sachlich vergleichen: Kostenmodell, Datenschutz, Teamgroesse, Funktionsumfang und Bedienaufwand.

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